Dienstag, 4. November 2014

So Probleme ...

Heute haben wir die Vermessung der lebenden Pflanzen beendet. Die Probleme mit der Bewässerung sind leider immer noch nicht gelöst, mittlerweile sind wir dazu übergegangen die alten Bewässerungsschläuche gegen neue auszutauschen. Trotzdem sind in manchen Schläuchen, die wir gestern (!) verlegt haben, heute schon wieder neue Lecks gewesen. Die Arbeiter auf der Plantage machen ja Wölfe für die ganzen Lecks verantwortlich. Sie glauben, dass die Wölfe die Schläuche anbeissen um an Wasser zu kommen. Allerdings gibt es auch einige Fakten die gegen diese These sprechen. So lassen sich bei den Lecks nicht wirklich Wolfsspuren im Sand entdecken und die Beschädigungen an den Leitungen sind immer nur oben am Schlauch. Wenn ein Wolf da reinbeisst müssten zumindest auch Kratzer vom Gebiss unten am Schlauch sein, glauben wir. Nun ja, wir wissen also nicht sicher, was das Problem ist, deshalb ist es auch schwierig es zu lösen. Der Oberbewässerungsguru, der in irgendeinem Ministerium sitzt, hat jetzt wohl entschieden, dass die Schläuche in den Boden eingegraben werden sollen um sie vor Verbiss zu schützen. Auch nicht so die perfekte Lösung wie wir finden. Die Versuchsfläche 1b in Ismailia hat gezeigt das die unterirdische Bewässerung eine viel höhere Sterberate bei den Pflanzen hat (fast 30 % statt unter 10% bei den anderen Systemen). Außerdem könnte ein Wolf das sicher leicht auch wieder ausgraben. Aber gut, dann werden wir morgen wohl die Schläuche vergraben und anschließend noch den Block 3 des Experiments pflanzen (dieser wurde bisher aus verschiedenen Gründen nicht gepflanzt). Wenn das getan sein sollte müssen wir dann auch die neu gepflanzten Bäumchen noch vermessen, also noch mal ein Batzen Arbeit.
Werden also noch ein Weilchen hier sein.
Es folgen noch ein paar Photos vom Dach des Hostel aus:



Halb fertig gebautes, aber bewohntes Haus:
Ein ägyptischer Klassiker


4 Kommentare:

  1. wieso sterben bei den unterirdischen Bewässerungssystemen die Pflanzen schneller? an was liegt das?
    Gruß MA

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  2. Vermutlich verstopfen die Tropfvorrichtungen dann leichter mit Sand und geben kein Wasser mehr ab...

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  3. Wie wär´s mit einer Wildkamera um zu prüfen wer oder was tatsächlich die Schläuche beschädigt?
    Grüße aus dem VERSCHNEITEN Gauting (nur so zur Vorwarnung)
    Ulrike

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    1. Die Idee hatten wir auch und das wäre auch ganz gut, aber zum Einen ist es schwierig sowas hier zu bekommen, zum Anderen bräuchten wir auch einen ganzen Haufen um einen Teil des Gebiets abdecken zu können und, viel entscheidender: Leider entscheiden nicht wir, was gemacht wird, sondern irgendwelche hochrangigen sog. Irrigationexperts in irgendwelchen Büros. Die sind natürlich nicht vor Ort gewesen und stützen sich auf die Berichte der Leute, welche nach wie vor fest davon überzeugt sind, dass es durch Wölfe beschädigt wird. Erinnert einen ein bisschen an die Wolfsdiskussionen in Deutschland teilweise.

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