So, nichts neues aus Ägypten. Habe es ruhig angehen lassen und bin eigentlich wieder recht fit insgesamt. Im Moment bin ich am Packen.
Oh und heute hat es geregnet in Kairo! Als Abschiedsgeschenk vielleicht.
Morgen früh, um 4:30 Uhr fliege ich dann ab, dementsprechend wird dies der letzte Eintrag aus Ägypten sein denke ich mal. Bis bald in Deutschland, wir sehen uns!
Sonntag, 16. November 2014
Freitag, 14. November 2014
Update
Hallo zusammen, leider bin ich seit Mittwoch Nachmittag ein bisschen krank und mit Pharaoh`s Rache gestraft. Vielleicht hätte ich doch keine Photos in Abu Simbel machen dürfen. Nun ja, wie auch immer, aufgrund dessen bin ich etwas eingeschränkt in meinem Handlungsspielraum gewesen. Die Zugfahrt von Assuan nach Kairo am Donnerstag habe ich dank Perenterol und Fastens gut überstanden, auch wenn sie ewig gedauert hat und wenig spannend war (fast 15 Stunden). Die Züge in Ägypten sind echt ziemlich gut ausgestattet eigentlich. Wir sind diesmal erste Klasse gefahren, weil die zweite Klasse schon ausgebucht war, ein Ticket hat um die 110 Pfund gekostet (Ein bisschen mehr als 12 Euro, und das quasi durchs ganze Land). Die erste Klasse hat sehr bequeme Sitze, je 2 rechts und 1 links vom Gang. Die Sitze sind so cool konstruiert, dass man sie auch gegen die Fahrtrichtung schwenken kann, d.h. man kann sich überall wo man möchte 4er bzw 2er-Sitzgruppen bauen. Außerdem kann man die Sitze wie im Bus oder Flugzeug nach hinten klappen, wenn man schlafen möchte. Der Fußraum und die Gepäckablagen sind außerordentlich großzügig, sogar für solche Riesen wie den Jens hat es gut gereicht. Insgesamt sind die Wägen halt schon ein bisschen älter (ich glaube die würden früher in Spanien eingesetzt), aber an sich immer noch super. Da kann sich die Deutsche Bahn mal was abschauen (Der Zug ist auch auf die Minute genau abgefahren!). Einziger Nachteil ist die dauerhaft eingeschaltete und effektive Klimaanlage, die den Zug in einen Kühlschrank verwandelt, aber darüber haben wir ja schon geschrieben.
Heute habe ich dann im Prinzip mein Zimmer im Dahab Hostel nicht verlassen, ich wollte keine Risiken eingehen.
Heute habe ich dann im Prinzip mein Zimmer im Dahab Hostel nicht verlassen, ich wollte keine Risiken eingehen.
Mittwoch, 12. November 2014
Abu Simbel und mehr
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| Der große Tempel des Ramses II. |
Pünktlich um 3 Uhr standen wir in der Lobby vom Hotel auf
der Matte und los ging die Tour Richtung Abu Simbel, zur Abwechslung mal wieder
mit einem Microbus. Zuerst sammelten wir noch einige andere Touristen in Assuan
ein und dann ging es zum Treffpunkt für den Konvoi. Touristen dürfen von Assuan
nach Abu Simbel nämlich nur in einem Konvoi fahren, der von Sicherheitskräften
begleitet wird. Es sammelten sich also so um die 20 Fahrzeuge, hauptsächlich
Microbusse, am Treffpunkt und nach ca. 15 Minuten ging es dann weiter.
Witzigerweise trafen wir am Konvoipunkt den alten John wieder, unseren
amerikanischen Bekannten aus dem Marsam der uns eigentlich nach Assuan
mitnehmen wollte. Er erzählte uns, dass sein Fahrer es irgendwie eilig gehabt
hätte, nicht lange auf uns gewartet habe (uns anscheinend an einem anderen Ort
als vereinbart) und er dann außerdem relativ zügig und ohne einen Stop in Edfu
über den Wüstenhighway nach Assuan gefahren wäre. Hatten wir also mal wieder Glück
gehabt ohne es zu wissen.
Die Fahrt nach Abu Simbel geht hauptsächlich über eine
Wüstenstraße und dauert etwa 2,5 Stunden. Mit Ausnahme des Sonnenaufgangs war
sie unspektakulär, aber wir schliefen sowieso die meiste Zeit. In Abu Simbel
angekommen, gingen wir zügig und ohne viel Umsehen direkt zum Ticketoffice,
weil wir darauf hofften, dass die anderen Touris, was aufgrund des Konvois
wirklich viele waren, ein bisschen langsamer waren. Unser Plan ging voll auf
und wir konnten als erste die Tempelanlage betreten, und fast eine
Viertelstunde den großes Tempel des Ramses alleine genießen. Wir ließen ihn
erstmal von außen und innen kurz wirken und gingen dann, sobald die anderen
Besucher eintrudelten, direkt zum kleinen Tempel, welcher der Göttin Hathor und
Ramses vergöttlichten Lieblingsfrau Nefertari (nicht zu verwechseln mit
Nofretete) geweiht war. Auch hier konnten wir wieder eine kurze Zeit alleine
den Tempel wirken lassen. Als das schließlich vorbei war, gingen wir darin über
uns die Details der beiden Tempel genauer anzusehen.
Abu Simbel ist zum Einen deshalb berühmt, weil es einfach
unglaublich toll ist, zum Anderen deshalb, weil es aufgrund des Baus des Assuan
High Dam und der damit verbundenen Aufstauung des sogenannten Nasser-Sees von
der Überflutung bedroht war und in einem unglaublichen internationalen Projekt
von seinem ursprünglichen Ort komplett an einen höher gelegenen Ort versetzt
wurde. Und das ist wirklich hervorragend gelungen, muss man sagen. Seht einfach
die Bilder.
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| Assuan High Dam |
Nachmittags besuchten wir noch kurz den besagten Assuan High
Dam, der ebenfalls ein ganz erstaunliches, wenn auch umstrittenes Bauprojekt
ist. Er wurde ursprünglich von deutschen Ingenieuren geplant und schließlich
aufgrund politischer Differenzen von der Sowjetunion nach modifizierten Plänen
gebaut. Der Damm verhindert die jährliche Nilflut in Ägypten und somit können
die Bauern ihr Land das ganze Jahr kontinuierlich mit Wasser versorgen.
Nachteil der Sache sind zum einen ökologischer Natur, aber außerdem wird
dadurch auch verhindert, dass die jährliche Nilflut den fruchtbaren Nilschlamm
auf die Felder spült, welcher dieselben vor Versalzung schützt und mit
wichtigen Nährstoffen versorgt. Alles hat eben seine Vor- und Nachteile.
Nach dem Besuch beim Assuan High Dam waren wir schon wieder
dermaßen müde, dass wir den Tag absegneten, zumal wir ja morgen schon wieder um
5 Uhr morgens am Bahnhof stehen müssen.
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| Der Konvoi sammelt sich |
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| Lake Nasser |
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| Hier in etwa wären die Tempel in den Fluten versunken |
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| Die Front ist wirklich riesig. |
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| Alte Graffiti, es gibt sogar welche aus der Antike |
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| Im Tempel sind Photos mal wieder verboten. |
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| Ein klassisches Touriphoto :) |
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| Der etwas kleinere Hathortempel |
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| Der ältere, kleinere Assuan Staudamm |
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| Assuan High Dam Richtung Norden ... |
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| ... und Richtung Süden (Stauseite) |
Luxor – Edfu – Assuan
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| Warten auf den Microbus - die Aussicht hats entschädigt. |
Am Montag war unser letzter Tag in Luxor und da der Jens
sich natürlich noch das Tal der Könige anschauen wollte, beschlossen wir auf
der Westseite im Marsam Hotel zu Abend zu essen. Sebastian und ich verbrachten
den Nachmittag im Hotel, weil wir zu müde von Sehenswürdigkeiten waren um noch
mal ins Tal zu gehen. Sebastian wollte sowieso noch am selben Abend Richtung
Kairo aufbrechen um dort noch einige Formalitäten zu erledigen, während Jens
und ich am nächsten Morgen gen Assuan reisen wollten. Im Marsam trafen wir
zufällig einen beleibten, älteren Amerikaner, der am nächsten Tag ebenfalls
nach Assuan wollte und auf den Weg dorthin einen Stop beim besonders
vollständig erhaltenen Horustempel von Edfu zu machen. Zu diesen Zweck hatte er
sich einen Microbus gemietet, der ihn für 500 Pfund dorthin bringen sollte
(„You know, not all Americans are rich...“). Besonders günstig war das zwar
nicht, aber wenn wir zu dritt fahren würden könnte man ja die Kosten teilen und
außerdem wäre es mit dem normalen Bus schwer geworden einen Stop in Edfu
einzuschieben. Also sagten wir zu mitzukommen und verabredeten uns für 6:00 Uhr
an der Fähranlegestelle von Luxor Westbank. Aufgrund irgendwelcher
Kommunikationsfehler tauchte aber niemand dort auf, wo wir warteten und um kurz
nach 7 Uhr beschlossen wir dann, uns selbstständig auf den Weg zu machen. Da
wir uns jetzt auf Edfu eingeschossen hatten machten wir ein Taxi für 400 Pfund
klar, dass uns nach Edfu und anschließend Assuan bringen sollte. Die Fahrt nach
Edfu war interessant, weil über Landstraße, und durch viel Hupen und viele Bodenwellen
geprägt.
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| Die berühmten Falken in Edfu |
Der Tempel selbst ist wirklich außergewöhnlich gut erhalten,
vielleicht auch weil er verhältnismäßig jung ist. Er wurde zwischen 237 und 57
v. Chr erbaut, in verschiedenen Bauschritten, welche immer noch etwas
hinzufügten. Ich lasse einfach mal die Bilder für sich sprechen.
Danach ging es dann weiter Richtung Assuan, wo wir
angekommen ins El Salam Hotel eincheckten und anschließend direkt noch
versuchten ein Zugticket nach Kairo zu kaufen. Diesmal waren wir schon schlauer
und benutzten den Ticketautomat, leider war es trotzdem nicht möglich für den
ersehnten Nachtzug am Mittwoch Abend ein Ticket zu bekommen, da alle Züge schon
ausgebucht waren. Aber wir bekamen ein Ticket für Donnerstag morgen, mit dem
wir dann planmäßig Donnerstag gegen 20 Uhr in Kairo ankommen sollten, was es
uns noch ermöglicht direkt nach Ismailia weiterzureisen, wo noch ein wenig
Arbeit auf uns wartet. Nach dem Ticketkauf und einen kleinen Happen machten wir
noch – ohne großartige Bemühungen, weil müde – eine Tour nach Abu Simbel am
nächsten morgen klar, unser Hotel half uns da gerne aus (und nahm vermutlich
seinen Anteil am Preis). Danach gingen wir direkt schlafen, weil wir sehr früh
aufgestanden waren und am nächsten Tag um 3:00 morgens (!) für den Abu Simbel
Trip raus mussten.
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| Luxor Ostseite |
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| Horustempel von Edfu |
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| Die Barke im Allerheiligsten (ein Original, aber nicht das Original das hier stand) |
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| Amerikanische Archäologen sind grad am Werk |
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| Zwei schräge Vögel... |
Montag, 10. November 2014
Last Days in Luxor
Okay, nur ein kurzer Abriss über die vergangenen Tage, da ich noch für morgen packen muss.
Am Samstag haben wir die Datenaufnahme für die 800 neu gepflanzten Bäumchen in Block 3 des Experiments durchgeführt, das hat so den ganzen Arbeitstag beansprucht. Am Nachmittag haben wir auch noch direkt mit der Eingabe der Daten angefangen, sonst war eigentlich nicht viel los.
Gestern war unser härtester Arbeitstag hier in Luxor. Nachdem relativ kurzfristig seitens des ägyptischen Bewässerungsteams beschlossen wurde, dass die Arbeiten nun mal abgeschlossen werden müssen, hat Mohammed, unser ägyptischer Bewässerungsstudent, den Arbeitern von der Plantage ein Bonusgehalt in Aussicht gestellt damit sie länger arbeiten und die Bewässerungsschläuche komplett vergraben. Damit wir dann mit unserer Arbeit auch nicht noch länger brauchten, sollten sie wirklich alles fertigstellen, haben wir natürlich dann auch länger als gewöhnlich gearbeitet und die Nachpflanzung der toten Pflanzen in Block 1 & 2 begonnen. Da es hier in Luxor immer noch wie im Hochsommer ist war das Arbeiten in der Mittagshitze (insgesamt waren wir dann auch von 6:00 bis 16:00 unterwegs) besonders anstrengend. An diesem Tag haben wir, als wir schließlich wieder im Bob Marley Peace & Boomerang waren, auch nicht mehr viel gemacht.
Heute schließlich haben wir noch die Datenaufnahme der nachgepflanzten Bäume beendet und noch sonstige fehlende Kleinigkeiten abgeschlossen. Das heißt also wir sind fertig in Luxor! Jetzt müssen wir noch mal für etwa 2 Tage zurück nach Ismailia, um dort ein paar Kleinarbeiten zu erledigen. Das machen wir am 14. und 15. November, kurz bevor wir aus Ägypten abreisen.
Dementsprechend haben Jens und ich beschlossen, dass wir morgen noch nach Assuan fahren und dort bis Mittwoch Abend bleiben, vielleicht schaffen wir es ja noch die berühmten Ramsestempel von Abu Simbel anzusehen, wir werden es auf jeden Fall versuchen.
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| On the Road |
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| Ich bin zum IS übergelaufen ;) |
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| Traditionelle und moderne Verkehrsmittel in Ägypten |
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| Weniger böse |
Freitag, 7. November 2014
Pflanzungen
Heute haben wir 800 neue Bäumchen in die Wüste gepflanzt! Die Bewässerung ist derzeit einigermaßen gefixt und wir hoffen dass es noch die nächste Zeit so bleibt, damit unsere Arbeit nicht vergebens war und die kleinen Pflanzen überleben. Ansonsten vergeht die Zeit recht schnell, am Nachmittag bereiten wir meistens organisatorisch die Arbeit für den nächsten Tag vor und hängen auf dem Dach des Hotels ab. In Luxor halten wir uns so wenig wie möglich auf - leider - weil die Belästigung durch die ganzen Kutscher und Verkäufer auf Dauer nicht so lustig ist, vor allem wenn man eigentlich seine Ruhe haben will.
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| Luxor nach Sonnenuntergang |
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| Nur die Minarette sind in diesem Teil beleuchtet |
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| Impressionen vom ... |
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| ... täglichen Weg ... |
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| ... zur Plantage ... |
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| ... die jenseits des fruchtbaren Nilgürtels liegt |
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| Bilder von den ... |
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| ... gepflanzten Wäldern. |
Dienstag, 4. November 2014
So Probleme ...
Heute haben wir die Vermessung der lebenden Pflanzen beendet. Die Probleme mit der Bewässerung sind leider immer noch nicht gelöst, mittlerweile sind wir dazu übergegangen die alten Bewässerungsschläuche gegen neue auszutauschen. Trotzdem sind in manchen Schläuchen, die wir gestern (!) verlegt haben, heute schon wieder neue Lecks gewesen. Die Arbeiter auf der Plantage machen ja Wölfe für die ganzen Lecks verantwortlich. Sie glauben, dass die Wölfe die Schläuche anbeissen um an Wasser zu kommen. Allerdings gibt es auch einige Fakten die gegen diese These sprechen. So lassen sich bei den Lecks nicht wirklich Wolfsspuren im Sand entdecken und die Beschädigungen an den Leitungen sind immer nur oben am Schlauch. Wenn ein Wolf da reinbeisst müssten zumindest auch Kratzer vom Gebiss unten am Schlauch sein, glauben wir. Nun ja, wir wissen also nicht sicher, was das Problem ist, deshalb ist es auch schwierig es zu lösen. Der Oberbewässerungsguru, der in irgendeinem Ministerium sitzt, hat jetzt wohl entschieden, dass die Schläuche in den Boden eingegraben werden sollen um sie vor Verbiss zu schützen. Auch nicht so die perfekte Lösung wie wir finden. Die Versuchsfläche 1b in Ismailia hat gezeigt das die unterirdische Bewässerung eine viel höhere Sterberate bei den Pflanzen hat (fast 30 % statt unter 10% bei den anderen Systemen). Außerdem könnte ein Wolf das sicher leicht auch wieder ausgraben. Aber gut, dann werden wir morgen wohl die Schläuche vergraben und anschließend noch den Block 3 des Experiments pflanzen (dieser wurde bisher aus verschiedenen Gründen nicht gepflanzt). Wenn das getan sein sollte müssen wir dann auch die neu gepflanzten Bäumchen noch vermessen, also noch mal ein Batzen Arbeit.
Werden also noch ein Weilchen hier sein.Es folgen noch ein paar Photos vom Dach des Hostel aus:
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| Halb fertig gebautes, aber bewohntes Haus: Ein ägyptischer Klassiker |
Sonntag, 2. November 2014
Emilio vs. Bob Marley
Heute wieder ein relativ gewöhnlicher Arbeitstag: Wir starten so zwischen 7:30 (vereinbart) und 8:00 (Realität) in Luxor und fahren dann zur Plantage rüber (siehe Karte). Haben heute erstmal die Arbeit von gestern beendet und die noch nicht gepflanzten Keimlinge für den Block 3 unseres Experiments zur Akklimatisierung zur Versuchsfläche transportiert. Dauert auch ein bisschen bei insgesamt 800 kleinen Pflänzchen. Im Anschluss haben Sebastian und ich mit der Datenaufnahme weitergemacht, Jens hat seine eigenen Proben für die Water-Use-Efficiency-Untersuchung genommen und Ala und Mohammed haben begonnen die Bewässerungsschläuche auszutauschen, weil die alten einfach zu kaputt sind. Glücklicherweise sind noch ein paar Pakete mit Schläuchen aufgetaucht, weshalb diese notwendige Arbeit direkt begonnen werden konnte.

Abgesehen davon sind wir heute auch noch umgezogen: Wir haben das Emilio Hotel verlassen und sind in das äußerst gediegene Bob Marley Peace & Boomerang Hostel übergewechselt. Das ist ein ziemlich lässiges Hostel mit ausreichend WLAN Abdeckung (was man vom Emilio nicht sagen kann), einem sehr chilligen Rooftop, weniger Straßenlärm, günstiger und für Leute wie uns einfach angemessener. Das Emilio Hotel war ja - ich habe das noch gar nicht beschrieben, glaube ich - ein 3 Sterne Hotel von irgendwelchen Freunden unseres Plantagenmanagers, weshalb wir ja auch einen gewissen Rabatt auf den normalen Preis bekommen hatten. Im Grunde genommen war es vielleicht mal vor 30 Jahren ein echt gutes und modernes Hotel, das die Erneuerung irgendwie vollkommen verpasst hat und vom Glanz alter Tage lebte. Aber immerhin lag es sehr zentral und hatte einen Pool auf dem Dach. Dennoch haben wir beschlossen zum einen etwas Geld zu sparen (180 statt 250 Pfund für das 3er-Zimmer mit Frühstück) und außerdem fühlen wir uns in einem Hostel auch irgendwie wohler.
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| Bob Marley Peace & Boomerang Hostel - Rooftop |
Location
Auf Wunsch mal hier eine Karte wo die Versuchsfläche ist:
Wenn man ranzoomt kann man die älteren Versuche mit den Wäldern erkennen und weiter Richtung Luxor auch die Klärbecken.
Wenn man ranzoomt kann man die älteren Versuche mit den Wäldern erkennen und weiter Richtung Luxor auch die Klärbecken.
Freitag, 31. Oktober 2014
Ramesseum
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| Versuchsfläche 1a in Luxor (derzeit die einzige unseres Projektes) |
Da wir heute Freitag haben und der Freitag ja für den Islam wie der Sonntag für Christen ist, haben wir heute nur wenig gearbeitet und waren nur vormittags auf den Versuchsflächen tätig. Das ist natürlich ungünstig, weil wir alleine für den Hin- und Rückweg jeweils fast eine halbe Stunde brauchen, aber immerhin hatten wir so den Nachmittag zur freien Verfügung.
Wir beschlossen also nach dem Mittagessen zur Westseite von Luxor überzusetzen und uns das alte Theben (wie schon in diesem Blog bereits berichtet) genauer anzusehen. Da Sebastian und Jens da einige Highlights noch gar nicht kannten, wollten sich die Beiden das Tal der Arbeiter und den Tempel der Hatshepsut ansehen. Ich wiederum kannte diese beiden Anlagen bereits und kaufte mir stattdessen lieber ein Ticket für das Ramesseum, den Totentempel des Ramses II., der auch von vielen Quellen empfohlen wird.
Das Ramesseum ist ein recht großer, nicht mehr allzu gut erhaltener Tempel nach Vorbild des Standardtempelschemas aus dem neueren Königreich. Der gesamte Tempelbezirk war insgesamt verhältnismäßig groß, weil er neben dem eigentlich Tempel noch sehr große Kornspeicheranlagen (Grundfläche der Speicher: 8300 m^2) und andere Profanbauten enthielt.
Besonders beeindruckend sind die Reste einer Kolossalstatue des Ramses II. Sie gehört wohl zu den schwersten jemals von Menschenhand erschaffenen und transportierten Monolithen der Geschichte. Gesamthöhe war vermutlich 17,5 m, Schulterbreite um die 7m, das Ganze aus einem Felsblock gehauen!
Nach der Besichtigung statteten wir noch Klaus und dem Marsamhotel einen Besuch ab und beschlossen dort auch die exzellente Küche zu genießen. Letztendlich blieben wir dann aufgrund der Gemütlichkeit und des netten Gesprächs fast vier Stunden im gemütlichen Garten des Marsam, bevor wir uns wieder auf die Rückreise zum Ostufer machten.
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| Das größte Problem sind Lecks in der Wasserversorgung |
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| Das Ramesseum |
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| Die Reste der gigantischen Kolossalstatue des Ramses II. (hinter mir der Kopf, rechts die Schultern erkennbar) |
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| Die Säulenhalle |
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| Darstellung mit Baum :) |
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| Im Ramesseum gibt auch brauchbare Infotafeln. Hier mal eine Rekonstruktion mit Farbe eines Wandreliefs. |
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| Hier das Original dazu |
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| Ein bisschen Erklärung, wen es interessiert: Unterer Absatz |
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| Und noch ein paar ... |
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| ... Photos vom Sonnenuntergang ... |
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| ... ihr merkt schon ich steh auf Sonnenuntergänge ;) |
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