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| Der große Tempel des Ramses II. |
Pünktlich um 3 Uhr standen wir in der Lobby vom Hotel auf
der Matte und los ging die Tour Richtung Abu Simbel, zur Abwechslung mal wieder
mit einem Microbus. Zuerst sammelten wir noch einige andere Touristen in Assuan
ein und dann ging es zum Treffpunkt für den Konvoi. Touristen dürfen von Assuan
nach Abu Simbel nämlich nur in einem Konvoi fahren, der von Sicherheitskräften
begleitet wird. Es sammelten sich also so um die 20 Fahrzeuge, hauptsächlich
Microbusse, am Treffpunkt und nach ca. 15 Minuten ging es dann weiter.
Witzigerweise trafen wir am Konvoipunkt den alten John wieder, unseren
amerikanischen Bekannten aus dem Marsam der uns eigentlich nach Assuan
mitnehmen wollte. Er erzählte uns, dass sein Fahrer es irgendwie eilig gehabt
hätte, nicht lange auf uns gewartet habe (uns anscheinend an einem anderen Ort
als vereinbart) und er dann außerdem relativ zügig und ohne einen Stop in Edfu
über den Wüstenhighway nach Assuan gefahren wäre. Hatten wir also mal wieder Glück
gehabt ohne es zu wissen.
Die Fahrt nach Abu Simbel geht hauptsächlich über eine
Wüstenstraße und dauert etwa 2,5 Stunden. Mit Ausnahme des Sonnenaufgangs war
sie unspektakulär, aber wir schliefen sowieso die meiste Zeit. In Abu Simbel
angekommen, gingen wir zügig und ohne viel Umsehen direkt zum Ticketoffice,
weil wir darauf hofften, dass die anderen Touris, was aufgrund des Konvois
wirklich viele waren, ein bisschen langsamer waren. Unser Plan ging voll auf
und wir konnten als erste die Tempelanlage betreten, und fast eine
Viertelstunde den großes Tempel des Ramses alleine genießen. Wir ließen ihn
erstmal von außen und innen kurz wirken und gingen dann, sobald die anderen
Besucher eintrudelten, direkt zum kleinen Tempel, welcher der Göttin Hathor und
Ramses vergöttlichten Lieblingsfrau Nefertari (nicht zu verwechseln mit
Nofretete) geweiht war. Auch hier konnten wir wieder eine kurze Zeit alleine
den Tempel wirken lassen. Als das schließlich vorbei war, gingen wir darin über
uns die Details der beiden Tempel genauer anzusehen.
Abu Simbel ist zum Einen deshalb berühmt, weil es einfach
unglaublich toll ist, zum Anderen deshalb, weil es aufgrund des Baus des Assuan
High Dam und der damit verbundenen Aufstauung des sogenannten Nasser-Sees von
der Überflutung bedroht war und in einem unglaublichen internationalen Projekt
von seinem ursprünglichen Ort komplett an einen höher gelegenen Ort versetzt
wurde. Und das ist wirklich hervorragend gelungen, muss man sagen. Seht einfach
die Bilder.
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| Assuan High Dam |
Nachmittags besuchten wir noch kurz den besagten Assuan High
Dam, der ebenfalls ein ganz erstaunliches, wenn auch umstrittenes Bauprojekt
ist. Er wurde ursprünglich von deutschen Ingenieuren geplant und schließlich
aufgrund politischer Differenzen von der Sowjetunion nach modifizierten Plänen
gebaut. Der Damm verhindert die jährliche Nilflut in Ägypten und somit können
die Bauern ihr Land das ganze Jahr kontinuierlich mit Wasser versorgen.
Nachteil der Sache sind zum einen ökologischer Natur, aber außerdem wird
dadurch auch verhindert, dass die jährliche Nilflut den fruchtbaren Nilschlamm
auf die Felder spült, welcher dieselben vor Versalzung schützt und mit
wichtigen Nährstoffen versorgt. Alles hat eben seine Vor- und Nachteile.
Nach dem Besuch beim Assuan High Dam waren wir schon wieder
dermaßen müde, dass wir den Tag absegneten, zumal wir ja morgen schon wieder um
5 Uhr morgens am Bahnhof stehen müssen.
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| Der Konvoi sammelt sich |
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| Lake Nasser |
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| Hier in etwa wären die Tempel in den Fluten versunken |
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| Die Front ist wirklich riesig. |
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| Alte Graffiti, es gibt sogar welche aus der Antike |
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| Im Tempel sind Photos mal wieder verboten. |
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| Ein klassisches Touriphoto :) |
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| Der etwas kleinere Hathortempel |
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| Der ältere, kleinere Assuan Staudamm |
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| Assuan High Dam Richtung Norden ... |
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| ... und Richtung Süden (Stauseite) |
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